Wettbewerb Sparkasse Lüneburg

Umbau der Hauptfiliale Sparkasse Lüneburg

Die Sparkasse Lüneburg beabsichtigt ihre Hauptfiliale An der Münze 4-6 und das angrenzende Gebäude in der Waagestraße 2 für eine nachhaltige und zukunftsfähige Nutzung umzubauen und neu zu gestalten.

Bei dem zweistufigen, nicht öffentlichen Wettbewerb haben wir den 3. Platz belegt. Unser innovativer Beitrag lotet gezielt
die Möglichkeiten der Bestandserhaltung
und Re-Use-Ansätze aus.
Platzierung
3. Platz
Kategorie
Wettbewerb
Ort
Lüneburg
Größe
BGF 8.700 m²
Zeitraum
2023


 

 

Im städtebaulichen
Kontext

Im Rhythmus der fünf Bestandserkern wird die Fassade An der Münze spannungsreich aufgebrochen und die Traufständigkeit wieder sichtbar gemacht. Das Motiv der ortstypischen Schleppdachgauben bildet mit den Erkern eine symbiotische Neuinterpretation. Vor- und Rücksprünge der Glaselemente steigern zudem deren Plastizität.

Die Betonung des Eingangs durch eine mehrgeschossige Einfassung und starke Reliefierung nimmt Bezug auf eine architektonische Einladungsgeste, welche viele historische Gebäude der Umgebung kennzeichnen.
Durch die Neuordnung der senkrechten Sandsteinlisenen aus dem Bestand und wechselnde Fensterteilungen entstehen feine Verschiebungen, die auf die Asymmetrien umliegender Fassaden verweisen.

Fließende
Landschaften

Die fließenden Landschaften im Erdgeschoss erweitern den öffentlichen Raum. Es entsteht ein lebendiger Ort der Kommunikation und des Handels. Hier verbinden sich Kundenverkehr und Arbeitswelt mit Lifestyle und Gastronomie. Zwei neue 3-geschossige Atrien öffnen das Haus zur Sonne und zum Himmel und schaffen eine Verbindung aller Nutzungen und Nutzer bis in die obersten Geschosse.


Im Gebäudebestand stecken wertvolle graue und ressourcenbezogene Energien. Durch den Re-use Ansatz und den überwiegenden Erhalt des Bestandes wird das gewaltige Potential dieser Energien genutzt und erhebliche Mengen an CO² eingespart. Emotionen und Erinnerungen, die Seele des Hauses: diese goldene Energie wird durch den behutsamen Eingriff und eine nachhaltige Umbaukultur erhalten.

Neuen Glaseinhausungen der Atrien verbessern das A/V Verhältnis um 8,2%. Die Energieverbräuche für Strom, Heizung, Kühlung und Lüftung werden massiv reduziert.
Fensterflächen durch 3-fach Verglasung optimiert und das Dach neu gedämmt.

Die neuen Glasdächer und Fassaden der Atrien werden mit PV-Modulen ausgestattet. Dadurch wird eine jährliche Eigenleistung von 100 KWp an regenerativer Sonnenenergie geerntet.

 

 

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alle Rendering / Pläne: q:arc Architektur| Design

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